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Die
Schichtdicke im Raum Treuchtlingen/Eichstätt, dem Abbaugebiet des Jura
Kalksteins und des Solnhofener Natursteins, beträgt 250 bis 300 Meter.
In den Ablagerungen befanden sich häufig Exemplare der damaligen Pflanzen-
und Tierwelt, was die zahlreichen Versteinerungen in dem Sedimentgestein
erklärt. Durch Eigendruck verhärteten die Ablagerungen, und so
entstand das heute als Jura Kalkstein bzw. Juramarmor bekannte Baumaterial
und die Solnhofener Natursteinplatten. Der Jura Kalkstein stammt aus einer
früheren Phase der Erdgeschichte als die Solnhofener Natursteinplatten.
Seine Entstehung erfolgte vor rund 180 Millionen Jahren, während der
Solnhofener rund 30 Millionen Jahre "jünger" ist. Das Sedimentgestein
besteht hauptsächlich aus kohlensaurem Kalzium (CaCO3) mit Beimengungen
aus Metalloxiden und Farberden. Die Fundorte des Jura Kalksteins befinden
sich im fränkischen Jura-Mittelgebirge im Raum Kipfenberg- Eichstätt-
Weißenburg- Treuchtlingen. Dort kommt er in einer Gesamtabbauhöhe von
ca. 25 m vor, die sich aus bis zu 30 einzelnen Bänken zusammensetzt,
deren Einzelhöhe sich von 25 cm bis 1,6 m erstreckt. Von der Abbaumenge
gelangen lediglich 20 % in die Werksteinverarbeitung. Das Restgestein und
der darüberliegende Abraum werden zur Schotter- und Zementherstellung
verwendet. Eine geologische Besonderheit des Jura Kalksteins ist sein großflächiges
Vorkommen: In einem Umkreis von 22 Quadratkilometern erstrecken sich die
Bänke bei mehr oder weniger gleichen Schichtverlauf und gleicher Schichtfolge
über das Südliche Frankenjura-Mittelgebirge und garantieren somit
eine gleichbleibende Qualität auch bei größeren Bedarfsanforderungen
an Naturwerkstein- Baumaterial. |
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